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| Anthroposophische Ernährung. | |
"Seiner Nahrung aus der Pflanzenwelt verdankt der Mensch das, dass er hinaufblicken kann zu den großen Zusammenhängen der Dinge, die ihn erheben über die Vorurteile, die aus den engen Grenzen des persönlichen Seins entspringen. Überall, wo der Mensch frei und unbekümmert aus den großen Gesichtspunkten heraus Leben und Denken regelt, da verdankt er diesen raschen Überblick seiner Nahrungsbeziehung zum Pflanzenreich. Da, wo der Mensch durch Zorn, Antipathie, durch Vorurteile sich hinreißen lässt, da verdankt er das seiner Nahrung aus der Tierwelt." Rudolf STEINER |
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Was soll ich nur essen? Und wie viel darf ich? Kaum ein Thema beschäftigt uns so sehr wie das Essen: es muss eingekauft und zubereitet werden, schmecken soll es allen und schließlich soll das Kochen nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen. Das Überangebot an Nahrungsmitteln in Zeiten der Globalisierung stellt hohe Anforderungen an unsere Fähigkeit, eine gezielte Auswahl zu treffen. Die anthroposophische Ernährung entstand Anfang des 20. Jh. als Erweiterung der naturwissenschaftlichen Ernährungslehre um Aspekte der nicht-stofflichen Seinsebenen. Sie basiert auf dem anthroposophischen Menschenverständnis. Die Anthroposophie ("Weisheit vom Menschen") wurde von Rudolf Steiner (1861 - 1925) begründet. Die Elemente der anthroposophischen Ernährung wurden später von seinen Schülern Udo Renzenbrink (1913-1994), Gerhard Schmidt (1908-2004), Rudolf Hauschka (1891-1969), Werner Christian Simonis (1898-1984) und Ernst Hagemann (1899-1978) gesammelt und veröffentlicht. Die anthroposophische Ernährung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen des Menschen und hat keine Ernährungsvorschriften. Sie lässt also den Menschen frei seine Nahrung wählen und setzt auf Erkenntnis, Wahrnehmung der Essensbedürfnisse und eigenverantwortliche Umsetzung. Der Mensch soll aus innerer Überzeugung und durch Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit selber entscheiden können, welche Lebensmittel für ihn zuträglich sind. Die Ernährung dient der Bewusstseinsentwicklung und Gesunderhaltung sowie der Anregung der Lebenskräfte und Stärkung der Selbstheilungskräfte. Die Sinneswahrnehmungen (Geschmack, Geruch, Aussehen, Ernährung über die Sinne) spielen in der Anthroposophischen Ernährung eine wesentliche Rolle. Auch auf eine bewusste Esskultur (ruhige Atmosphäre, schön gedeckter Tisch, Tischspruch) wird großer Wert gelegt. Außer den Nährstoffen werden auch Wachstums- und Reifekräfte (Bilde- und Vitalkräfte) der Lebensmittel als Qualitätsfaktoren mit einbezogen. Die Lebensmittel sollten möglichst aus biologisch-dynamischem Anbau stammen und fair gehandelt werden. Bei der Nahrungsmittelauswahl sollen jahreszeitlich reife und regionale Produkte bevorzugt werden. Grundlagen über Wirkung, Anbau- und Verarbeitungsqualität der Lebensmittel geben eine wertvolle Orientierungshilfe. In der anthroposophischen Ernährungspraxis hat sich eine überwiegend
ovo-lakto-vegetabile Ernährung mit wenig oder ohne Fleisch und Fisch
bewährt. Eine überwiegend vegetarische Ernährung kann hilfreich
sein für die geistig-seelische Entwicklung des Menschen. |
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| ANWENDUNGSGEBIETE. | |
| • Wunsch nach einer Ernährungsumstellung • Erwerb von Ernährungswissen • Schulung der eigenen Körperwahrnehmung • Erwerb von praktischen Kenntnissen (Zubereitung von gesunden, bekömmlichen Speisen) • Prävention von Zivilisationskrankheiten (Gesundheitsvorsorge) • Bewusste Auswahl von Lebensmitteln |
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| Die richtige Ernährung ist bei folgenden Befindlichkeitsstörungen hilfreich: | |
• Allgemeine Erschöpfung, Energie- und Konzentrationsmangel
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| Ansprechpartner: Mag. Susanne Monika Spalt | |
Tel.: 0043. (0)680. 3059348 |
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